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Streuobstwiese

Streuobstwiese1Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sowie durch das Bau- und Siedlungswesen wurden Streuobstwiesen stark dezimiert. Sie gehören heute zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas.
Das Pflanzen verschiedener alter hochstämmiger Obstbaumsorten sorgt für den Charakter einer typischen Streuobstwiese.
Zwischen 2000 und 5000 Tierarten kann dieses Biotop beheimaten bzw. ernähren. Der größte Teil sind Insekten wie Käfer, Wild- und Honigbienen, Spinnen und viele andere Krabbler. Neben vielen Amphibien- und Reptilienarten, die das Biotop als wertvolle Sommer- und Winterhabitate nutzen, finden sich hier auch unzählige Vogelarten. Sie finden hier ebenfalls Nahrung und in manchen altem Obstbaum einen Hohlraum zum Nisten. Auch zahlreiche Säugetiere wie Siebenschläfer oder Igel profitieren von heruntergefallenem Obst und finden eine schmackhafte Mahlzeit.
Auch hier spielt die Nachhaltigkeit eine große Rolle. Der Mensch muss bereit sein, Zeit und Energie in die Pflege zu investieren. Fachgerechter Baumschnitt verhindert die frühe Vergreisung der Bäume. In den ersten Jahren müssen die Schüler die Bäume bei Bedarf wässern und düngen, später wird der Baumschnitt erlernt und durchgeführt. Außerdem spielt das Pflanzen von Bäumen im Zeitalter des Klimaschutzes eine wichtige Rolle.

Streuobstwiese2Die Schüler:innen der Naturschutz-AG haben auf einer ca. 1000 qm großen Grünfläche an der Schule mittlerweile acht verschiedene Obstbäume gepflanzt und deren Pflege übernommen. In jeder neuen AG sollen weitere Bäume dazu kommen. Außerdem werden zwischen den Bäumen als Frühblüher Krokusse gepflanzt, die für die erste Nahrung im Jahr bei den Insekten sorgen.
Auch auf die erste Ernte freuen sich die Schüler. Obst von den Bäumen, die man selbst gepflanzt hat – besser geht es nicht.

Text & Fotos: Jens Pfänder